Modulationen


Beispiel im Kurs: MIKROPHONIE I und II von Karlheinz Stockhausen


Download der Demopatcher.
Die live-elektronische Schaltung von Mikrophonie II besteht im Kern aus 4 Ringmodulatoren sowie einer Zuspielmöglichkeit für ein Tonband. Die Modulatoren führen die Signale von 4 Chorgruppen und einer Hammondorgel als Modulator zusammen.
Zur Realisation des Patches in Max bietet sich an, zunächst das Bedienpanel zu bauen und anschließend die zugehörige Signalverarbeitung zusammenzustellen. Speziell für Anfänger sei empfohlen, zunächst einen Schaltplan auf Papier aufzuzeichnen und darin die nötigen Signalverarbeitungsschritte zu identifizieren. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen kann man dann den Max- bzw. MSP-Thesaurus am Ende der beiden "Reference Manuals" konsultieren, um eine Idee zu bekommen, welche Max-Objekte für die geforderte Aufgabe existieren. Außerdem sei daran erinnert, dass jedem Objekt ein Hilfepatch beigegeben ist (bei entriegeltem Patcherfenster mit gedrückter "Alt-h"-Taste auf das Objekt klicken), aus dem man leicht die nötigen Messages und Parameter heraus kopieren kann.
Die Partitur sieht als Einstellelement lediglich einen Lautstärkeregler vor. Entsprechend einfach gestaltet sich die Bedienoberfläche:

Damit alle Interface-Elemente frei platziert werden können, ohne dabei ein unübersichtliches Geflecht von Patchlinien zu erzeugen, wird zur Verbindung das pvar-Objekt verwendet:

Wenn man die Objekte mit gedrückter "alt"-Taste auswählt und anschließend "Apfel-k" drückt, sind sie im verriegelten Patch nicht mehr sichtbar.
Da insgesamt 4 Ringmodulatoren vorgesehen sind, kann man sich Arbeit sparen, indem man im Patch Argumente definiert, um so die einfache Mehrfachverwendung zu ermöglichen:

#1_xxx nimmt bei der Verwendung im bpatcher den Wert des ersten Arguments an: hier entweder 1_xxx oder 2_xxx, da nur zwei Instanzen zum Testen verwendet werden.
Die eigentliche Signalverarbeitung besteht lediglich aus einer Multiplikation, was im Falle von Signalen ohne Gleichspannungsoffset einer klassischen Ringmodulation entspricht.

Der Start-Patch der tom.Lib kann als Testumgebung dienen:

Als Modulationsquelle zum Testen dienen zwei einfache Sinussignale.